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07. November 2019 - Das Forum Appenzellerhaus schaut für einmal dazwischen

 

Das Forum Appenzellerhaus hat am vergangenen Donnerstag das neue Jahresthema 2020 Aussenraum - Zwischenraum - Grünraum mit einer Veranstaltung eröffnet. Im Zeughaus Teufen wurde zusammen mit rund 30 interessierten Privat- und Fachpersonen mit Inputreferaten und einem Podiumsgespräch unter dem Titel Appenzeller Gartenwelten - eine Auslegeordnung, eine Analyse und ein Gespräch das Bewusstsein für die Kultur des Aussenraums geschaffen. Für ein Mal ist das Dazwischen, was an den Appenzeller Häusern interessiert.


'Wir wollen den Appenzeller Garten definieren, ausloten, auslegen - um dann im Frühjahr gemeinsam auszufliegen!'. Mit diesem Einstieg am nasskalten Herbstabend im Zeughaus Teufen tasten sich die Verantwortlichen an das Leitthema des Forums, Aussenraum - Zwischenraum - Grünraum, heran und schaffen den Auftakt zur Auseinandersetzung mit dem
'Dazwischen'. Im Inputreferat des Kenners und Forschers des Appenzeller Gartens, dem Landschaftsarchitekten Roman Häne aus Waldstatt, wurde der gemeinsame, ursprüngliche und identitätsstiftende Aussenraum des Appenzeller Hauses sowohl im Dorf als auch in der Streusiedlung auf dem Land ausgelegt. Was sind die Sorgen mit den neuen, pflegeleichten und
bereits vieldiskutierten Schottergärten? Wie wagt eine erste Gemeinde mit einer Broschüre mit Gestaltungsrichtlinien zum dörflichen Aussenraum den Vorstoss zu einem Handlungsinstrument der Baubehörde und stösst auf ungeahnt grosses Echo - Hans-Peter Häderli als Gemeinderat und Baukommissionsvorsitzender von Heiden klärt über die Ziele und Mittel auf. Er regt an, sich Gedanken über das 'Aufrüsten an den Parzellengrenzen' zu machen; das Errichten von Sitzplätzen und Garagen und die darauf folgende Bautätigkeit des Nachbars mit Sichtschutz, eigener Terrasse und Parkierungsanlage. Einerseits das Bedürfnis des Menschen nach Privatsphäre, Ordnung und Rückzug, andrerseits die Leidenschaft und das Engagement des Gärtners. Wie es möglich ist, die Freude am Naturgarten zu wecken, den geringen Arbeitsanfall zu geniessen und naturnahe,
wertvolle Aussenräume und Grünflächen zu gestalten, hat Andreas Kuster, Gartengestalter aus Teufen, dem interessierten Publikum näher gebracht. Biodiversität erlauben, Ein- und Ausblicke gewähren und dafür auf die akkurate, geradlinige 'Schreinerhecke' zu verzichten sind seine Mission.

 

Die Themen wie der Umgang mit der Grenze zwischen privatem und öffentlichem Grund und die Frage, wie nachhaltig Vorbilder wirken oder die Baukommissionen eingreifen können und sollen, begleiteten durch den Abend und wurden im anschliessenden Podiumsgespräch unter der Leitung von Gallus Hess, Mitglied des Forums, von den drei Seiten der Referenten beleuchtet und im Publikum diskutiert. Sind es die Grenzen in unseren Köpfen, die nach Zäunen und Mauern verlangen? Was macht ihn aus, den Appenzellergarten im Dorf, in der Landschaft? Es wurde nach Lösungsansätzen gesucht, private Bedürfnisse und öffentliche Interessen zu vereinbaren. Jetzt im Herbst war es an der Zeit, die Appenzeller Gartenwelten 'in der warmen Stube' des Zeughaus Teufen zu betrachten. Der Abend hat gluschtig gemacht, im Frühling und Sommer gemeinsam durch die Landschaft zu streifen und die Perlen der Appenzeller Gartengestaltung zu entdecken.

 

 

Auf dem Podium diskutieren Roman Häne, (Landschaftsarchitekt), Andreas Kuster (Gartengestalter), Hans-Peter Häderli (Baupräsident Heiden) unter der Leitung von Gallus Hess (Mitglied Forum Appenzellerhaus), v.l.n.r.

 

Medienmitteilung an Ostschweizer Print- und Onlinemedien

Bild und Text: Simona Hechenberger

Auusenraum - Zwischenraum - Grünraum

Appenzeller Gartenwelten - Inputabend - eine Auslegeordnung, eine Analyse und ein Gespräch

 

Der Moment ist da, wo wir unser neues Jahresthema mit einer ersten Veranstaltung ankündigen dürfen: Aussenraum - Zwischenraum - Grünraum. Für ein Mal ist es alles zwischen den Appenzeller Häusern, was uns interessiert und uns für den Rest von diesem, sowie das ganze kommende Jahr begleitet. Jetzt im Herbst ist es an der Zeit, zu versuchen die Appenzeller Gartenwelten zu definieren, zu fassen, auszuloten; um dann im kommenden Frühjahr und Sommer draussen zu entdecken, was wir jetzt 'in der warmen Stube'  des Zeughaus Teufen entdecken.

 

Es würde uns freuen, Sie im Namen des Forums an einem der kommenden Anlässe begrüssen zu dürfen. Wir sind überzeugt, dass wir Ihnen mit unseren Veranstaltungen ein spannendes Programm zum Thema 'Appenzeller Gartenwelten - Aussenraum, Zwischenraum, Grünraum' bieten können.

Am Donnerstag, 07. November 2019 um 19:00 Uhr findet in Zusammenarbeit mit dem Zeughaus Teufen und dessen Kurator Ueli Vogt, seinerseits Landschaftsgärtner und Architekt, unsere erste Abendveranstaltung Appenzeller Gartenwelten - eine Auslegeordnung, eine Analyse und ein Gespräch statt. Gerne laden wir Sie mit dem angefügten Flyer zur Teilnahme ein. Der Eintritt ist frei, wir sind jedoch froh um eine vorgängige Anmeldung (info@appenzellerhaus-ar.ch).

 

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